Die Wälderbahn der Zukunft

Eine leistungsfähige Verbindung zwischen dem Bregenzerwald und dem Rheintal

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Kommentar von Werner Ruef |

Im ersten Moment schien mir die Verbindung Bersbuch Dornbirn logisch. Im zweiten, ev. auch emotionaleren Moment scheint mir wichtig zu erwaehnen, dass der Bregenzerwald sich Richtung Bregenz erstreckt und die Gemeinden bis zur Stadt ( inkl. Hofsteig) bereits viel altes und neues verbindet. Ich weiss nicht welche zahlengestuetzten Grundlagen zu der vorgrschlagenen Achse Dornbirn Bersbuch gefuehrt haben, aber nicht weniger sinnvoll wuerde mir schwarzach - egg - bezau vorkommen. Dornbirn Bahnhof? Da habe ich so meine Bedenken wegen dem Platz. Also ich als Hinterwaelder kann eigentlich nur eine Waelderbahn im Wald unterstützen.

Antwort von Martin Strele

Danke für diesen Einwand. Können wir gut nachvollziehen: drum heisst es ja "Bregenzerwald" und nicht "Dornbirnerwald". Die Identität muss deutlicher mitbedacht werden. Ein Mitarbeiter der Fa. Doppelmayr hatte schon einmal eine längere 3S Bahn vom Hinterwald bis nach Wolfurt vorgeschlagen. Wir sehen darin aber keine machbare Strategie, weil die Trasse sehr lang wird und nicht an zentralen Knotenpunkten endet und beginnt.

Die relativ langsame Geschwindigkeit der Seilbahn braucht eine möglichst kurze Strecke; Die Seilbahn muss an Start- und Endpunkt an möglichst hochrangigen Verkehrsknotenpunkten andocken, um ausreichend Nachfrage für die hohe Kapazität zu erreichen; Die Verbindungen zwischen Rheintal und Bregenzerwald sind glücklicherweise an vielen Orten geprägt durch Großraumbiotope, Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete. Die Führung übers Hochälpele hat sich aus diesem Grund ergeben. 

Und ein weiterer Punkt: mit der Eröffnung der Südschleife der Eisenbahn im Bereich Lauterach ist in Zukunft auch ein S-Bahnverkehr von Dornbirn in Richtung Lustenau, St. Margrethen möglich. Das wird den Bahnhof Dornbirn deutlich aufwerten und als Knotenpunkt ist er jetzt schon bedeutend. 

Kommentar von Toni Hammerle |

könntet ihr eu so eine Bahn auch von Holzgau/Steeg im Lechtal, nach Warth/Salober vorstellen ......??

Antwort von Martin Strele

das müssten wir erst prüfen.

Kommentar von Thomas |

und was ist mit den Menschen oberhalb von Dornbirn und im Bregenzerwald ( Schwarzenberg, ...) die direkt unter der Bahn wohnen? Das ist doch eine Belästigung wenn durchgehend eine Bahn über den Häusern schwebt?

Weiters: wieso nicht gleich eine Eisenbahn, wo auch Güter transportiert werden können?

Und wieso muss sie ans Hochälpele? noch mehr von der Natur zerstören?
Bödele würde wenn schon denn schon mehr als reichen!

Antwort von Martin Strele

Danke für Ihre Bedenken. Alle können wir sicher nicht ausräumen. Ein paar Stichworte: Die Trasse ist so gewählt, dass keine Häuser überfahren werden. Sie verläuft zwischen Karren Talstation und Bersbuch weitgehend ausserhalb des Siedlungsgebiets und nicht exponiert in der Höhe, sondern möglichst geländeangepasst in zwei Talverläufen. 

Güter können in der Seilbahn (oder eigenen Gütergehängen) ebenfalls transportiert werden. 2,5 Tonnen ist die mögliche Beladung mit Gütern pro Gehänge. 

Das Hochälpele hat sich als Punkt ergeben, weil die Trasse keine Naturschutzgebiete und keine Landschaftsschutzgebiete sowie Biotope und Großraumbiotope durchschneidet.

Kommentar von Thomas SCHIPPER |

In Lateinamerika sowie in Ankara als auch in Schweden hat Doppelmayr-Garaventa bereitas erfolgreich Seilbahnmetrolinien/ Seilbahnstadtbahnlinien gebaut und sind sie dort erfolgreich als Ergänzung zu Bus und Bahn /U-Bahn/Strassenbahn in Betrieb.

Warum sollte es also in Österreich nicht gehn?

Ich bin dafür!

Man könnte aber auch die Schiene in den Bregenzerwald ( eingestellt 1980/81) zusätzlich wieder favorisieren!

Die PLB der SLB ( KrimmlerBahn) als auch die Zillertalbahn der Zillertaler Verkehrsbetriebe zeigen wie auch auf 760mm moderne INTERURBANS möglich sind.

Kommentar von Thomas Hammerer |

Hallo!
Im ersten Moment finde ich diesen Vorschlag super. Rein optisch sieht es super aus, mit so einer Bahn zu fahren wäre sicher aufgrund der Aussicht eine Wahnsinns - Sache.

Wenn man es aber gesamtheitlich betrachtet ist es eine reine Lösung für Personenbeförderung. Und die Personen stehen dann in Bersbuch eigentlich mitten im Nichts: Wie schon in anderen Kommentaren erwähnt gibt es keinen Anschluss zu einem Schigebiet im Hinterwald, was erst wieder mit Bussen erfolgen muss.

Meiner Meinung nach wäre es zudem auch wesentlich, dass eine solche Lösung auch Güter befördern kann, damit eben z.b. die 2000 LKW Fahrten durch Alberschwende ebenfalls reduziert werden. Die Früher schon mal angedachte Lösung eines Tunnels finde ich deshalb wesentlich nachhaltiger.

Wobei mir klar ist, dass die Chance für eine Realisierung einer Seilbahn vermutlich deutlich größer wäre wegen der Kosten.

Antwort von Martin Strele

Danke für Ihre Rückmeldung. Zur Güterbeförderung ist zu sagen, dass in den Standard-Kabinen auch Güter bis zu 2,5 Tonnen befördert werden können. Unser Konzept sähe vor, dass neben den Alltagspendlern zu den Stoßzeiten und den Freizeit-Suchenden auch Güter transportiert werden sollen. Es sind auch eigene Gehänge denkbar, die nur für Güter verwendet werden und an eigenen Umschlagplätzen in Bersbuch und Dornbirn beladen und entladen werden können.