Die Wälderbahn der Zukunft

Eine leistungsfähige Verbindung zwischen dem Bregenzerwald und dem Rheintal

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Kommentar von Herby Tessadri |

Super Idee!
Besonders interessant ist der kontinuierliche Betrieb ohne Wartezeit beim Einstieg.
Die Frage der Fragen: Was kostet es? Gibt es dazu bereits eine Schätzung?

Lg
Herby

Antwort von Martin Strele

Für eine detaillierte Kostenschätzung ist es noch zu früh. Fakt ist, dass Seilbahnsysteme üblicherweise bei 1/3 bis 1/2 der Kosten von Straßenlösungen liegen. Es bräuchte hier aber erst eine fundierte Vorarbeit und eine zeitliche Perspektive, um die Kosten stabil angeben zu können. 

Kommentar von Michael |

Sehr schöne Idee! Besteht auch Aussicht darauf, die Bahn nach Egg zu verlängern? Wenn man nicht gerade im Schigebiet Bödele unterwegs ist steht man sonst ja im Nirgendwo und muss erst recht wieder mit Auto oder Bus weiterfahren?

Antwort von Martin Strele

Danke sehr. Wir finden es primär wichtig, eine leistungsfähige Achse zu entwickeln. Die Menschen, die diese nutzen, müssen dann natürlich auch "fein" verteilt werden im Bregenzerwald. Und da wird es wichtig sein, das Bussystem im Mittel- und Hinterwald neu zu organisieren. Allerdings denken wir, dass dabei neben dem Bus auch das Fahrrad, Moped und auch das Auto weiter eine Rolle spielen wird. Vielleicht aber in ganz anderer Form und elektrisch betrieben. Dann ist auch die Reichweite kein großes Thema mehr. Das Seilbahnsystem eignet sich nicht dafür, viele einzelne Punkte anzufahren. 

Kommentar von Jürgen Bereuter |

Die Entlastung von Alberschwende ist insofern gegeben, dass sich der tägliche Verkehr (die erwähnten 11000 Fahrzeuge pro Tag) durch Pendler und Touristen aus und in den Hinteren Bregenzerwald stark reduzieren kann.
Ich kann mich erinnern, dass es schon einmal ein ähnliches Konzept (damals aber mit Tunnel und Autoverlade) von Dornbirn/Ebnit nach Bersbuch gegeben hat - dieses damals aber eher als futuristische verkehrsplanerische Utopie angesehen wurde.
Ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs, egal welcher Art, könnte eine Reduktion des Autoverkehrs herbeiführen und das Ende dieser Stückelei mit Umfahrungen und Entlastungsstraßen im Bregenzerwald bedeuten

Kommentar von Johannes |

An sich ein wirklich gutes Projekt, meine Sorge aber beschränkt sich auf den Vorderwald, welcher hier eigentlich außer Acht gelassen wird. Der morgendliche "Trip" von Lingenau am Morgen nach Bersbuch beansprucht fast schon eine halbe Stunde mit Bus und mit Auto ist man dann doch schneller wenn man direkt raus fährt. Eine Entlastung für Alberschwende sehe ich hierbei also nicht unbedingt. Das Projekt wirkt für mich eher ansprechender für Touristen, als eine Alternative für den Nahverkehr.

Antwort von Martin Strele

Sie haben Recht: für den Vorderwald braucht es ergänzende Ideen. Wir gehen davon aus, dass bis Lingenau-Hittisau die Nutzung der Wälderbahn in Richtung Dornbirn und Oberland sinnvoll ist, Richtung Bregenz nicht mehr. Mittelwald und Hinterwald würden aber massiv profitieren. 

Wichtig ist es, mit einer solchen Infrastruktur das gesamte Verkehrskonzept im Bregenzerwald zu betrachten. Es bringt die Chance mit sich, die Busse stärker für die Innenerschließung des Bregenzerwalds einzusetzen und v.a. in Richtung Zubringer nach Bersbuch zu planen. Aber den 25-er Bus wird es auch in Zukunft brauchen. 

Kommentar von Thomas |

Sehr sehr interessantes Projekt. Wie sieht es bei diesem Projekt mit der Umsetzbarkeit aus? Mit wieviel Zeit wird von der Planung ( Grunbesitzer, UVP, Energie, etc. ) bis zur "Umsetzung" gerechnet? Wie finanziert sich die ganze Sache?
Bis zu welcher Windgeschwindigkeit soll die Bahn fahten können? 24/7 - Betrieb?
Gruß Thomas

Antwort von Martin Strele

Die Umsetzung wird einige Jahre dauern. Bis zur Umsetzungsreife des CCC braucht es noch eine Testbahn, ca. 2 Jahre Dauer, Grundbesitzer, Behördenverfahren etc. werden ebenfalls Jahre dauern. Gebaut kann das Projekt relativ schnell werden. Wir schätzen die frühest mögliche Fertigstellung bis zum Jahr 2022/23. Finanzierung ist noch offen, denkbar ist ein Public-Private Partnership. Die Windanfälligkeit der 3S Bahn ist sehr gering. Durch 2 Tragseile ist die Seilbahn sehr stabil, durch die wenig exponierte Trassenführung ist Wind ein untergeordnetes Thema (technisch sind Windgeschwindigkeiten bis ca. 100 km/h möglich). Dauerbetrieb wird aufgrund der Nachfrage nicht sinnvoll sein. Wir haben mit Betriebszeiten von 5.30 - 22.00 Uhr gerechnet. Möglich ist aber auch eine längere Betriebszeit.