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Die Wälderbahn der Zukunft

Eine leistungsfähige Verbindung zwischen dem Bregenzerwald und dem Rheintal

Der öffentliche Verkehr ist das Rückgrat für umweltfreundliche und leistbare Mobilität der Menschen. Besonders zwischen ländlichen Räumen und den Ballungszentren muss der öffentliche Verkehr in Zukunft leistungsfähige Hauptachsen entwickeln. Sie müssen in der Lage sind, eine viel höhere Nachfrage in Zukunft zu bedienen und gleichzeitig eine Art Pförtnerwirkung haben. Bequem und schnell für Arbeit und Ausbildung pendeln und trotzdem im Wohnort einkaufen und aktiv bleiben. Dann bleiben die ländlichen Räume auch in Zukunft funktionsfähig und lebenswert.

Die Wälderbahn ist ein Vorschlag für die Verbindung zwischen Bregenzerwald und dem Bahnhof Dornbirn.  Eine elektrisch betriebene, schnelle und bequeme Hauptverbindung, die für Alltags- und Freizeitverkehre eine Alternative zum Autoverkehr darstellt. 

Im Rahmen der Anfang 2016 präsentierten Strategie für ein wettbewerbsfähiges, lebenswertes Industrieland Vorarlberg "Vom Mittelmaß zur Exzellenz" wurde ein strahlendes Vorarlberger Leuchtturmprojekt angekündigt. Die Wälderbahn der Zukunft ist dieses Leuchtturmprojekt. Am 30. August 2016 wurde das Konzept gemeinsam von Industriellenvereinigung, Doppelmayr und Kairos erstmals öffentlich vorgestellt.

Mit dem hier veröffentlichten Film fassen wir unsere Ideen zusammen und stellen sie gerne zur Diskussion. 

Sie können ihre Fragen oder Kommentare weiter unten hinterlassen. Bitte beachten Sie, dass eine Freischaltung bis zu 24 Stunden dauert. Wir freuen uns über Ihre Einträge.

Platz für Ihre Fragen und Kommentare

Kommentar von Christian |

In Servaus hatte seinerzeit auch nicht jeder an den Erfolg geglaubt.
Daher sollte dieses Vorzeigeprojekt baldigst realität werden, ohne wenn und aber!!!

Kommentar von Dr.Hafner |

Ist Ihr Projekt "umweltgerecht"?

Antwort von Martin Strele

das muss es jedenfalls werden. Sonst sollten wir es nicht umsetzen. Und dabei zu berücksichtigen ist das gesamte Verkehrssystem und die möglichen Verlagerungen vom PKW auf den öffentlichen Verkehr, der Energieaufwand zum Betrieb, die Ressourcenaufwände für den Bau und die gesamte Lebenszeit und die Eingriffe in Landschaft, Lebensraum und Ökosystem. Das Ergebnis aller dieser Prüfungen wird frühestens nach einer Machbarkeitsstudie oder einem Vorprojekt vorliegen. Derzeit sind wir hier noch in der Ideen- und Konzeptphase. 

Kommentar von Julian |

Wie lange dauert die Planung?
Wie lange die Genehmigung?
Grundstücke?
Fertigstellung?

Antwort von Martin Strele

Guten Tag. Auch hier können wir noch lange keine genauen Antworten geben. Die Planung bis zu einer möglichen ersten Errichtung eines CCC wird noch ca. 2 Jahre dauern. Wie lange ein Behördenverfahren dauert, ist noch nicht absehbar. Grundstücke sind ca. 340 betroffen, hier braucht es Einverständnis von allen EigentümerInnen. Wir sehen eine optimistische, ehestmögliche Fertigstellung um 2022/23. Aber das ist derzeit noch eine sehr grobe Schätzung. 

Kommentar von Georg Kessler |

Bin von der Vision und Umsetzungs-Idee von der ersten Sekunde weg sehr begeistert. Die Optimallösung für Pendler muss natürlich ganz explizit diskutiert werden, da wäre ich auch noch etwas skeptisch, ob das angenommen wird und als Argument nicht zu stark gewichtet wird. Aus touristischen Gründen ist das Projekt mit der Wahnsinns-Aussicht auf Bodensee, Rheintal und Bregenzerwald sehr zu begrüßen, dann wenn die Gäste auch wirklich mit der Bahn von Lindau oder St. Gallen (da ist mit der Verbindung Lustenau-Dornbirn auch noch etwas zu tun) kommen. Im Winter wäre dann ein ständiger Shuttledienst ab Bersbuch in die Skigebiete Mellau, Diedamskopf und Schröcken/Warth eine ganz logische Folge. Im Skiticket müßte die Anreise dann bereits inkludiert sein, um den Anreiz der Anreise zu wecken und zu steigern. Gleichzeitig müßten die Parkplätze bei den Bergbahnen deutlich verkleinert werden.

Kommentar von Martin |

Gratulation!
Ich finde die Lösung extrem gut!
Als weitere Varianten könnte ich mir vorstellen, dass durch Einhängen von zusätzlichen Gondeln kurzfristige Kapazitätserhöhungen durchführbar sind. Die Eingriffe in die Natur sind minimal verglichen zu Bahn und Straße. Ganz abgesehen von der akustischen Emission von Bahn und Straße. Die Lebensqualität steigt für alle Bewohner!
Die Frage der Finanzierung ist sowieso absurd weil seit vielen Jahren die Allgemeinheit der Steuerzahler für einen Großteil der Kosten der Infrastruktur von Ballungszentren aufkommt. Wie würde es denn sonst funktionieren, dass in Wien um € 365 All-In mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren werden kann.
Schauen Sie sich die Mobilitätsausgaben für Personen an, die abseits von Ballungszentren leben.....
Die Frage der Machbarkeit ist also in Erster Linie eine Frage des politischen Willens und der Weitsicht! Umso besser die Lösung dann von der Bevölkerung angenommen wird umso besser für das Gemeindebudget.

Kommentar von Alex |

Ich finde diese Lösung ist auch für andere Strecken mehr als brauchbar.
So wurde im Salzkammergut zwischen Bad Ischl und Salzburg die Wieder-Errichtung der Salzkammergut Lokalbahn diskutiert - ein touristisch wertvolles und auch für Pendler interessantes Projekt. Bei einer Teilstrecke mittels Seilbahn würden sich wahrscheinlich auch die eventuell aufflackernden Diskussionen mit den Grundstückseigentümern leichter gestalten.
- wow -

Kommentar von Josef |

Hallo!

Ich finde die Idee grundsätzlich sehr gut.
Sie beseitigt nämlich das Hauptproblem des öffentlichen Verkehrs: Die unflexiblen Abfahrtszeiten!

Da man alle 50 Sekunden eine Gondel besteigt, erhält man hier sehr viel mehr Flexibilität als bei anderen öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Hauptproblem der Zugverbindungen ist nämlich, dass man entweder sehr lange unterwegs ist bzw. sich sehr genau an die Abfahrtszeiten halten muss. Bei so einem Projekt würde es sich erübrigen, da ich jederzeit (innerhalb der Betriebszeiten) zur Bahn gehen kann und es fährt auch eine ab ohne lange Wartezeiten.
Hier wäre natürlich auch ein Gesamtkonzept in Vorarlberg interessant. Es würde nämlich die Flexibilität enorm erhöhen, wenn sich alle 50 Sekunden eine Fahrgelegenheit von Bregenz nach Feldkirch ergeben würde. Zusätzlich würde es die Straßen entlasten.

Gibt es hier schon Überlegungen oder ist es momentan als allein stehendes Konzept geplant?

Zum in den Kommentaren erwähnten Elektroautos im ride share Betrieb, würde mir einfallen dies zu kombinieren?
Die Seilbahn verbindet die Bezirkshauptstädte und Regionen, für die Kurzen Wege kann man sich ein Elektroauto mieten (wäre auch mit den momentan verfügbaren Vlotte umsetzbar?)

Gibt es auch Überlegungen die die Seilbahn unter Umständen klimaschonender unterwegs sein könnte? (Solar-Gondeln, Windräder an den Stützen?)

Antwort von Martin Strele

Wir haben das Konzept als ein Beitrag zur Weiterentwicklung des Öffentlichen Verkehrs veröffentlicht. Nun geht es darum, die Technik und auch den Vorschlag in einem Verkehrskonzept für das Land Vorarlberg zu prüfen und mit anderen Strategien zu vergleichen. Wichtig wird es dabei sein, die gesamte Verkehrskette zu betrachten.

Klimaschonende Mobilität ist eine der Motivationen für das Projekt. Hier müssen alle Potentiale für eine weitere Optimierung genutzt werden. 

Kommentar von Rene Walter |

Nachdem der Bregenzerwald kein Ballungsgebiet einer Großstadt hat, wird das Projekt sich nur bedingt rechnen. Aus Umweltschutzgründen könnten jedoch
das Land und die VKW die Bahn komplett finanzieren und den Betrieb und die Instandhaltung über den Fahrpreis. Die Anbindung in Bersbuch könnte durch Sammeltaxis, Privatpkw's und in der rush hour time mit Bussen erfolgen. Wäre zudem Kulisse für einen neuen James Bond Film und gut für den Tourismus.
Interessant wäre auch ein Projekt von St. Margrethen über Bregenz nach Lindau am Bodensee entlang. Der alte Herr Doppelmayr welcher am Bodensee sein Domizil hatte, hätte sich sicher über diese Lösung auch gefreut. Vorarlberg als innovatives Land in Richtung Silicon Valley unterwegs, könnte dem Tal meiner Ahnen dem Bregenzerwald, zu neuer Blüte verhelfen. Deshalb Daumen hoch für das Projekt!

Kommentar von Doderer |

Wer verdient da jetzt wieder daran? Die Natur als Argument zu benutzen, um viel Profit zu machen ist wieder einmal typisch. Statt die Autos umweltfreundlicher zu machen.
Himmel noch mal, wann wird das Volk endlich verstehen, dass es "verarscht" wird?

Kommentar von Harald-René Flasch |

Interessantes Projekt, aber im ORF-Beitrag gibt es einen Widerspruch: Im Betrieb ohne Personal, nur während der Nacht, vorbeugende Wartung vs. "sichert viele" Arbeitsplätze....

Antwort von Martin Strele

Die Personalfrage ist derzeit noch nicht zu beantworten. Das hängt v.a. von den gesetzlichen Rahmenbedingungen ab. 

Kommentar von Martinek Walter |

Wertes Team!

Ich finde diese Idee ganz wunderbar, denn ich war von den bisherigen Stadtseilbahnprojekten immer ganz begeistert, dass einzige Problem für mich ist, dass keine Wort zur Barrierefreiheit gefallen ist. Gerade für Menschen mit besonderen Bedürfnissen ist diese Art der Fortbewegung sicher sehr schön. Sollten diese Menschen aber ausgeschlossen werden, kann ich mir keine Errichtung vorstellen.

Antwort von Martin Strele

Danke für die Ergänzung. Barrierefreiheit muss im öffentlichen Verkehr garantiert werden. Die derzeitigen Systeme werden Schritt für Schritt ergänzt. Bei Neubauten ist das Standard.

Kommentar von Klaus Tschofen |

Eine grossartige Idee und aus meiner Sicht absolut sinnvoll - ich hoffe sehr, dass diese Projekt auch kostenseitig im Rahmen bleibt. Allein die moegliche Umsetzung als PPP wie oben angesprochen finde ich keine besonders gute Idee, da ich zumindest in meiner aktuellen Heimat Sydney nur negative Beispiele aufzaehlen kann, die im Nachhinein den Steuerzahler mehr gekostet haben als eine eine Finanzierung komplett aus oeffentlicher Hand.

Kommentar von Stefan |

Wieso sollten wir noch in neue (Seil-)Bahnverbindungen investieren wenn wir in 3-13 Jahren autonom fahrende Autos haben?

(Für die Zeitangabe siehe http://www.driverless-future.com/?page_id=384 )

1. Bahnverbindungen sind pro Person und Fahrkilometer teurer als autonom fahrende Elektroautos im ride share Betrieb (z.B. Uber).
(Das Straßennetz benötigen wir jedenfalls, das Bahnnetz ist optional. Daher man muss für die Bahn das komplette zweite Infrastrukturnetz einrechnen wohingegen man für autonom fahrende Elektroautos nur die Erweiterung und die zusätzlichen Erhaltungskosten einrechnen muss.)

2. Der Ausbau des Schienennetzes für die gleiche Kapazitätsausweitung ist teurer als der Ausbau des Straßennetzes, insbesondere wenn es sich dabei um eine neuartige Bahn handelt.

3. Bahnverbindungen sind in der Gesamtbetrachtung pro Person und Fahrkilometer nicht umweltfreundlicher als Elektroautos im ride share Betrieb.

4. Kinder und andere Personen ohne Führerschein können ebenfalls autonom fahrende Autos nutzen.

5. Der Staat kann für sozial schwächer Gestellte ride sharing genauso subventionieren wie derzeit Bahnverbindungen.

6. Autonom fahrende Busse lassen den Vergleich für die Bahn noch schlechter ausfallen.

Bahnverbindungen machen nur noch in zwei Fällen Sinn:

1. Im sehr dicht besiedelten Städten

2. Schnellverbindungen zwischen Städten mit sehr hohem Kapazitätsbedarf

Wieso sollten wir also in eine solche Wälderbahn investieren?

Kommentar von Renate Felder |

Eine originelle und kostengünstige Doppelmayer-PR-Aktion, soweit o.k. und legitim. In der Realität besehen aber: Völlig unökonomisch und unpraktisch (viele zu hohe Investitionssumme, kaum "Haltestellen", kein nennenswerter Gütertransport möglich, Großraum Bersbuch - speziell am Wochenende - verkehrsinfarktgefährdet u. w. m) und wird deshalb mit Sicherheit nie realisiert ... Revitalisierung der Schienenverbindung Bregenz-Bezau mit Verlängerung bis Schoppernau hat um Lichtjahre mehr Sinn und ist viel wirtschaftlicher!

Kommentar von Willhelm Tell |

Was sollen dann im Endeffekt Tickets kosten für den Nutzer. Plus selbe Frage für 1 Palette 600kg.

Antwort von Martin Strele

Das können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen. Der Fahrpreis für Personen muss allerdings über die Netzkarten des Verkehrsverbunds finanziert sein. Wie der potentielle Konflikt mit Schipässen und die Finanzierung des Gütertransports gelöst wird, ist derzeit noch nicht diskutiert.

Kommentar von Daniel Braun |

Projekt an sich OK, aber die Lösung kann nur Schiene heissen. Es ist schon klar, dass mit Doppelmayr natürlich ein Interesse an einer Seilbahn ist. Zumindest im Wald muss das Ganze dann mit der Schiene weitergeführt werden. Die Trasse Egg - Bezau ist vorhanden (ausg. Bersbucher Wald) und es gibt seit mehr als 100 Jahren Pläne bis Schoppernau. Weg von der Strasse!

Kommentar von Werner Ruef |

Im ersten Moment schien mir die Verbindung Bersbuch Dornbirn logisch. Im zweiten, ev. auch emotionaleren Moment scheint mir wichtig zu erwaehnen, dass der Bregenzerwald sich Richtung Bregenz erstreckt und die Gemeinden bis zur Stadt ( inkl. Hofsteig) bereits viel altes und neues verbindet. Ich weiss nicht welche zahlengestuetzten Grundlagen zu der vorgrschlagenen Achse Dornbirn Bersbuch gefuehrt haben, aber nicht weniger sinnvoll wuerde mir schwarzach - egg - bezau vorkommen. Dornbirn Bahnhof? Da habe ich so meine Bedenken wegen dem Platz. Also ich als Hinterwaelder kann eigentlich nur eine Waelderbahn im Wald unterstützen.

Antwort von Martin Strele

Danke für diesen Einwand. Können wir gut nachvollziehen: drum heisst es ja "Bregenzerwald" und nicht "Dornbirnerwald". Die Identität muss deutlicher mitbedacht werden. Ein Mitarbeiter der Fa. Doppelmayr hatte schon einmal eine längere 3S Bahn vom Hinterwald bis nach Wolfurt vorgeschlagen. Wir sehen darin aber keine machbare Strategie, weil die Trasse sehr lang wird und nicht an zentralen Knotenpunkten endet und beginnt.

Die relativ langsame Geschwindigkeit der Seilbahn braucht eine möglichst kurze Strecke; Die Seilbahn muss an Start- und Endpunkt an möglichst hochrangigen Verkehrsknotenpunkten andocken, um ausreichend Nachfrage für die hohe Kapazität zu erreichen; Die Verbindungen zwischen Rheintal und Bregenzerwald sind glücklicherweise an vielen Orten geprägt durch Großraumbiotope, Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete. Die Führung übers Hochälpele hat sich aus diesem Grund ergeben. 

Und ein weiterer Punkt: mit der Eröffnung der Südschleife der Eisenbahn im Bereich Lauterach ist in Zukunft auch ein S-Bahnverkehr von Dornbirn in Richtung Lustenau, St. Margrethen möglich. Das wird den Bahnhof Dornbirn deutlich aufwerten und als Knotenpunkt ist er jetzt schon bedeutend. 

Kommentar von Toni Hammerle |

könntet ihr eu so eine Bahn auch von Holzgau/Steeg im Lechtal, nach Warth/Salober vorstellen ......??

Antwort von Martin Strele

das müssten wir erst prüfen.

Kommentar von Thomas |

und was ist mit den Menschen oberhalb von Dornbirn und im Bregenzerwald ( Schwarzenberg, ...) die direkt unter der Bahn wohnen? Das ist doch eine Belästigung wenn durchgehend eine Bahn über den Häusern schwebt?

Weiters: wieso nicht gleich eine Eisenbahn, wo auch Güter transportiert werden können?

Und wieso muss sie ans Hochälpele? noch mehr von der Natur zerstören?
Bödele würde wenn schon denn schon mehr als reichen!

Antwort von Martin Strele

Danke für Ihre Bedenken. Alle können wir sicher nicht ausräumen. Ein paar Stichworte: Die Trasse ist so gewählt, dass keine Häuser überfahren werden. Sie verläuft zwischen Karren Talstation und Bersbuch weitgehend ausserhalb des Siedlungsgebiets und nicht exponiert in der Höhe, sondern möglichst geländeangepasst in zwei Talverläufen. 

Güter können in der Seilbahn (oder eigenen Gütergehängen) ebenfalls transportiert werden. 2,5 Tonnen ist die mögliche Beladung mit Gütern pro Gehänge. 

Das Hochälpele hat sich als Punkt ergeben, weil die Trasse keine Naturschutzgebiete und keine Landschaftsschutzgebiete sowie Biotope und Großraumbiotope durchschneidet.

Kommentar von Thomas SCHIPPER |

In Lateinamerika sowie in Ankara als auch in Schweden hat Doppelmayr-Garaventa bereitas erfolgreich Seilbahnmetrolinien/ Seilbahnstadtbahnlinien gebaut und sind sie dort erfolgreich als Ergänzung zu Bus und Bahn /U-Bahn/Strassenbahn in Betrieb.

Warum sollte es also in Österreich nicht gehn?

Ich bin dafür!

Man könnte aber auch die Schiene in den Bregenzerwald ( eingestellt 1980/81) zusätzlich wieder favorisieren!

Die PLB der SLB ( KrimmlerBahn) als auch die Zillertalbahn der Zillertaler Verkehrsbetriebe zeigen wie auch auf 760mm moderne INTERURBANS möglich sind.

Kommentar von Thomas Hammerer |

Hallo!
Im ersten Moment finde ich diesen Vorschlag super. Rein optisch sieht es super aus, mit so einer Bahn zu fahren wäre sicher aufgrund der Aussicht eine Wahnsinns - Sache.

Wenn man es aber gesamtheitlich betrachtet ist es eine reine Lösung für Personenbeförderung. Und die Personen stehen dann in Bersbuch eigentlich mitten im Nichts: Wie schon in anderen Kommentaren erwähnt gibt es keinen Anschluss zu einem Schigebiet im Hinterwald, was erst wieder mit Bussen erfolgen muss.

Meiner Meinung nach wäre es zudem auch wesentlich, dass eine solche Lösung auch Güter befördern kann, damit eben z.b. die 2000 LKW Fahrten durch Alberschwende ebenfalls reduziert werden. Die Früher schon mal angedachte Lösung eines Tunnels finde ich deshalb wesentlich nachhaltiger.

Wobei mir klar ist, dass die Chance für eine Realisierung einer Seilbahn vermutlich deutlich größer wäre wegen der Kosten.

Antwort von Martin Strele

Danke für Ihre Rückmeldung. Zur Güterbeförderung ist zu sagen, dass in den Standard-Kabinen auch Güter bis zu 2,5 Tonnen befördert werden können. Unser Konzept sähe vor, dass neben den Alltagspendlern zu den Stoßzeiten und den Freizeit-Suchenden auch Güter transportiert werden sollen. Es sind auch eigene Gehänge denkbar, die nur für Güter verwendet werden und an eigenen Umschlagplätzen in Bersbuch und Dornbirn beladen und entladen werden können. 

Kommentar von Christian Reich |

Super Sache aber den Hauptverkehr in die Berge und zu den Skigebieten hat man wieder nicht bedacht wie beim damaligen Straßenbau, zudem ist es kompliziert in Bersbuch mit Skiern umzusteigen bzw. sollten Gäste zur An/Abreise den öffentlichen Verkehr nutzen, müßten Sie auch mit dem gesamten Gepäck in Busse umsteigen und der Hinterwald von Bezau bis Warth macht einfach am meisten Nächtigungen
gruß Christian

Kommentar von Martin Gratzer |

Eine tolle Vision! Und nicht nur in dieser Gegend interessant. U.a. wäre auch eine Verbindung Leiblachtal-Bregenz wichtig. Auch dort hat der Pendler täglich Probleme mit dem Verkehrsaufkommen.
Außerdem wäre diese Art von ÖPNV auch noch touristisch und technisch hochinteressant. Man stelle sich solch eine Bahn entlang der Pipeline vor - oder sogar über den See nach Bregenz!

Kommentar von Herby Tessadri |

Super Idee!
Besonders interessant ist der kontinuierliche Betrieb ohne Wartezeit beim Einstieg.
Die Frage der Fragen: Was kostet es? Gibt es dazu bereits eine Schätzung?

Lg
Herby

Antwort von Martin Strele

Für eine detaillierte Kostenschätzung ist es noch zu früh. Fakt ist, dass Seilbahnsysteme üblicherweise bei 1/3 bis 1/2 der Kosten von Straßenlösungen liegen. Es bräuchte hier aber erst eine fundierte Vorarbeit und eine zeitliche Perspektive, um die Kosten stabil angeben zu können. 

Kommentar von Michael |

Sehr schöne Idee! Besteht auch Aussicht darauf, die Bahn nach Egg zu verlängern? Wenn man nicht gerade im Schigebiet Bödele unterwegs ist steht man sonst ja im Nirgendwo und muss erst recht wieder mit Auto oder Bus weiterfahren?

Antwort von Martin Strele

Danke sehr. Wir finden es primär wichtig, eine leistungsfähige Achse zu entwickeln. Die Menschen, die diese nutzen, müssen dann natürlich auch "fein" verteilt werden im Bregenzerwald. Und da wird es wichtig sein, das Bussystem im Mittel- und Hinterwald neu zu organisieren. Allerdings denken wir, dass dabei neben dem Bus auch das Fahrrad, Moped und auch das Auto weiter eine Rolle spielen wird. Vielleicht aber in ganz anderer Form und elektrisch betrieben. Dann ist auch die Reichweite kein großes Thema mehr. Das Seilbahnsystem eignet sich nicht dafür, viele einzelne Punkte anzufahren. 

Kommentar von Jürgen Bereuter |

Die Entlastung von Alberschwende ist insofern gegeben, dass sich der tägliche Verkehr (die erwähnten 11000 Fahrzeuge pro Tag) durch Pendler und Touristen aus und in den Hinteren Bregenzerwald stark reduzieren kann.
Ich kann mich erinnern, dass es schon einmal ein ähnliches Konzept (damals aber mit Tunnel und Autoverlade) von Dornbirn/Ebnit nach Bersbuch gegeben hat - dieses damals aber eher als futuristische verkehrsplanerische Utopie angesehen wurde.
Ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs, egal welcher Art, könnte eine Reduktion des Autoverkehrs herbeiführen und das Ende dieser Stückelei mit Umfahrungen und Entlastungsstraßen im Bregenzerwald bedeuten

Kommentar von Johannes |

An sich ein wirklich gutes Projekt, meine Sorge aber beschränkt sich auf den Vorderwald, welcher hier eigentlich außer Acht gelassen wird. Der morgendliche "Trip" von Lingenau am Morgen nach Bersbuch beansprucht fast schon eine halbe Stunde mit Bus und mit Auto ist man dann doch schneller wenn man direkt raus fährt. Eine Entlastung für Alberschwende sehe ich hierbei also nicht unbedingt. Das Projekt wirkt für mich eher ansprechender für Touristen, als eine Alternative für den Nahverkehr.

Antwort von Martin Strele

Sie haben Recht: für den Vorderwald braucht es ergänzende Ideen. Wir gehen davon aus, dass bis Lingenau-Hittisau die Nutzung der Wälderbahn in Richtung Dornbirn und Oberland sinnvoll ist, Richtung Bregenz nicht mehr. Mittelwald und Hinterwald würden aber massiv profitieren. 

Wichtig ist es, mit einer solchen Infrastruktur das gesamte Verkehrskonzept im Bregenzerwald zu betrachten. Es bringt die Chance mit sich, die Busse stärker für die Innenerschließung des Bregenzerwalds einzusetzen und v.a. in Richtung Zubringer nach Bersbuch zu planen. Aber den 25-er Bus wird es auch in Zukunft brauchen. 

Kommentar von Thomas |

Sehr sehr interessantes Projekt. Wie sieht es bei diesem Projekt mit der Umsetzbarkeit aus? Mit wieviel Zeit wird von der Planung ( Grunbesitzer, UVP, Energie, etc. ) bis zur "Umsetzung" gerechnet? Wie finanziert sich die ganze Sache?
Bis zu welcher Windgeschwindigkeit soll die Bahn fahten können? 24/7 - Betrieb?
Gruß Thomas

Antwort von Martin Strele

Die Umsetzung wird einige Jahre dauern. Bis zur Umsetzungsreife des CCC braucht es noch eine Testbahn, ca. 2 Jahre Dauer, Grundbesitzer, Behördenverfahren etc. werden ebenfalls Jahre dauern. Gebaut kann das Projekt relativ schnell werden. Wir schätzen die frühest mögliche Fertigstellung bis zum Jahr 2022/23. Finanzierung ist noch offen, denkbar ist ein Public-Private Partnership. Die Windanfälligkeit der 3S Bahn ist sehr gering. Durch 2 Tragseile ist die Seilbahn sehr stabil, durch die wenig exponierte Trassenführung ist Wind ein untergeordnetes Thema (technisch sind Windgeschwindigkeiten bis ca. 100 km/h möglich). Dauerbetrieb wird aufgrund der Nachfrage nicht sinnvoll sein. Wir haben mit Betriebszeiten von 5.30 - 22.00 Uhr gerechnet. Möglich ist aber auch eine längere Betriebszeit.