___

Die Wälderbahn der Zukunft

Eine leistungsfähige Verbindung zwischen dem Bregenzerwald und dem Rheintal

Der öffentliche Verkehr ist das Rückgrat für umweltfreundliche und leistbare Mobilität der Menschen. Besonders zwischen ländlichen Räumen und den Ballungszentren muss der öffentliche Verkehr in Zukunft leistungsfähige Hauptachsen entwickeln. Sie müssen in der Lage sind, eine viel höhere Nachfrage in Zukunft zu bedienen und gleichzeitig eine Art Pförtnerwirkung haben. Bequem und schnell für Arbeit und Ausbildung pendeln und trotzdem im Wohnort einkaufen und aktiv bleiben. Dann bleiben die ländlichen Räume auch in Zukunft funktionsfähig und lebenswert.

Die Wälderbahn ist ein Vorschlag für die Verbindung zwischen Bregenzerwald und dem Bahnhof Dornbirn.  Eine elektrisch betriebene, schnelle und bequeme Hauptverbindung, die für Alltags- und Freizeitverkehre eine Alternative zum Autoverkehr darstellt. 

Im Rahmen der Anfang 2016 präsentierten Strategie für ein wettbewerbsfähiges, lebenswertes Industrieland Vorarlberg "Vom Mittelmaß zur Exzellenz" wurde ein strahlendes Vorarlberger Leuchtturmprojekt angekündigt. Die Wälderbahn der Zukunft ist dieses Leuchtturmprojekt. Am 30. August 2016 wurde das Konzept gemeinsam von Industriellenvereinigung, Doppelmayr und Kairos erstmals öffentlich vorgestellt.

Mit dem hier veröffentlichten Film fassen wir unsere Ideen zusammen und stellen sie gerne zur Diskussion. 

Sie können ihre Fragen oder Kommentare weiter unten hinterlassen. Bitte beachten Sie, dass eine Freischaltung bis zu 24 Stunden dauert. Wir freuen uns über Ihre Einträge.

Platz für Ihre Fragen und Kommentare

Kommentar von Chris |

Wie sieht es mit der Wintertauglichkeit, dieser Hochbahnstrecke aus, wenn z.B. Schnee und Eis auf dieser Strecke liegt?

Kommentar von Hagen Stefan |

Ich finde die Idee ansich gut, bin aber neben der finanziellen Geschichte noch auf Grund des Landschaftsbildes an der Ach skeptisch. Ich denke aber es sollte möglich sein, das Projekt so umzusetzen, dass auch dieses Problem gering gehalten wird.

Einige Ideen hätte ich aber noch zusätzlich:

1. Es sollte noch zusätzlich eine Haltestelle beim (oder nähe) des Bahnhofs Schoren errichtet werden, mit Fußweg über die Achbrücke zum Schoren Bahnhof.

2. Für die "fauleren" Fahrgäste (ich gehöre da eig. nicht dazu), sollte eine Art Abzweigung bei der Hst. Karren - Achmühle entstehen, wo zumindest im Sommerbetrieb die Bahn abwechslungsweise auf einer weiteren Schiene direkt bis zur Karrenseilbahn fährt. Eine Station für die Wälderbahn könnte event. mit dem bestehenden Gebäude der Talstation verbunden werden.

3. Einige schrieben hier davon, die Bahn bis nach Mellau zu errichten. Ich bin eher dafür eine bestehende Verbindung sprich Wälderbähnle wieder aufleben zu lassen und diese bis Mellau - Bergbahnen zu verängern. Ein Halbstundentakt könnte entstehen, wobei Busse die Wartezeit dazwischen abdecken, wenn für einen dichteren Zugtakt müsste die Strecke natürlich 2- gleisig sein.

Kommentar von xlxl |

Also zu dem vorher noch:
Man könnte hinter Bersbuch auf Schiene 2 sehr gute connections machen mit anderen Endpunkten
A) Dornbirn-Bödele-Bersbuch-Andelsbuch Bergbahn (-oder sogar Alberschwende noch wenn Schiene billig genug ist)
B) Dornbirn-Bödele-Bersbuch-Bezau Bergbahnen-Mellau Bergbahnen

Kommentar von xlxl |

Hallo,
ja ich finde das Projekt toll, aber ihr müsst dann doch auch Mellau mit anschließen, eventuell ja nochmal auf Schiene von Bersbuch nach Mellau oder sowas. Das ist extrem interessant für Wintersport und Einheimische haben ja eh den 3Täler Pass da können sie sowieso am Bödele und in Mellau Ski fahren. Mellau als Endpunkt wär mega.
Ansonsten geile idee.

Kommentar von R. Sieber |

Hallo und guten Tag,
ich bin per Zufall auf die Präsentation dieses Projekts gestoßen. Dabei ergaben sich für mich folgende Fragen, welche ich zur Diskussion stellen möchte:
- Wie groß ist der spezifische Energieaufwand der beiden Systeme (Seil gegenüber Schiene), um zum Beispiel die Masse von 100 kg (eine Person) oder 1000 kg (Güter) um einen Kilometer zu bewegen (potentielle Energien durch Höhendifferenzen mal außen vorgelassen) ?
- Konzeptionell: Könnten die Kabinen prinzipiell auch problemlos auf eine Lafette aufgesetzt werden, um zum Beispiel schienengeführt in Tunnel (Röhrensysteme) zu verkehren (quasi als U-Bahn) ?
- Bei einer Kapazität von über 2000 kg pro Gehänge wäre also auch der Transport von Kfz möglich - gibt es hierzu Ansätze und Ideen ? (Ob dies sinnvoll ist, sei einmal dahingestellt)
- Es wurde der Transport von Gütern erwähnt. An welche Art von Güter wurde hier konkret gedacht ?
- Ein denkbarer Schritt vom Sammel- zum Individualverkehr wäre ein Schienensystem mit Weichen, um verschiedene Routen befahren zu können (siehe auch Frage 2). Gibt es hierzu im Konzept Wälderbahn oder im Allgemeinen weitergehende Ansätze ?
- Noch eine letzte Frage konkret zum Konzept der Wälderbahn in der vorgeschlagenen Ausführung: warum werden für die Abschnitte in der Stadt Monorails bzw. Hochschienen verwendet ? Der Transport könnte doch auch genauso gut als Seilbahn ausgeführt werden (Kurven werden dann eben ausgekuppelt durchfahren, kann man ja mit Ein- und Ausstiegsstellen kombinieren).

Antwort von Martin Strele

Danke für Ihre Kommentare und Fragen. Sie gehen bereits sehr ins Detail. Sie können sich gerne per Email an info@kairos.or.at wenden.