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Die Wälderbahn der Zukunft

Eine leistungsfähige Verbindung zwischen dem Bregenzerwald und dem Rheintal

Der öffentliche Verkehr ist das Rückgrat für umweltfreundliche und leistbare Mobilität der Menschen. Besonders zwischen ländlichen Räumen und den Ballungszentren muss der öffentliche Verkehr in Zukunft leistungsfähige Hauptachsen entwickeln. Sie müssen in der Lage sind, eine viel höhere Nachfrage in Zukunft zu bedienen und gleichzeitig eine Art Pförtnerwirkung haben. Bequem und schnell für Arbeit und Ausbildung pendeln und trotzdem im Wohnort einkaufen und aktiv bleiben. Dann bleiben die ländlichen Räume auch in Zukunft funktionsfähig und lebenswert.

Die Wälderbahn ist ein Vorschlag für die Verbindung zwischen Bregenzerwald und dem Bahnhof Dornbirn.  Eine elektrisch betriebene, schnelle und bequeme Hauptverbindung, die für Alltags- und Freizeitverkehre eine Alternative zum Autoverkehr darstellt. 

Im Rahmen der Anfang 2016 präsentierten Strategie für ein wettbewerbsfähiges, lebenswertes Industrieland Vorarlberg "Vom Mittelmaß zur Exzellenz" wurde ein strahlendes Vorarlberger Leuchtturmprojekt angekündigt. Die Wälderbahn der Zukunft ist dieses Leuchtturmprojekt. Am 30. August 2016 wurde das Konzept gemeinsam von Industriellenvereinigung, Doppelmayr und Kairos erstmals öffentlich vorgestellt.

Mit dem hier veröffentlichten Film fassen wir unsere Ideen zusammen und stellen sie gerne zur Diskussion. 

Sie können ihre Fragen oder Kommentare weiter unten hinterlassen. Bitte beachten Sie, dass eine Freischaltung bis zu 24 Stunden dauert. Wir freuen uns über Ihre Einträge.

Platz für Ihre Fragen und Kommentare

Kommentar von R. Sieber |

Hallo und guten Tag,
ich bin per Zufall auf die Präsentation dieses Projekts gestoßen. Dabei ergaben sich für mich folgende Fragen, welche ich zur Diskussion stellen möchte:
- Wie groß ist der spezifische Energieaufwand der beiden Systeme (Seil gegenüber Schiene), um zum Beispiel die Masse von 100 kg (eine Person) oder 1000 kg (Güter) um einen Kilometer zu bewegen (potentielle Energien durch Höhendifferenzen mal außen vorgelassen) ?
- Konzeptionell: Könnten die Kabinen prinzipiell auch problemlos auf eine Lafette aufgesetzt werden, um zum Beispiel schienengeführt in Tunnel (Röhrensysteme) zu verkehren (quasi als U-Bahn) ?
- Bei einer Kapazität von über 2000 kg pro Gehänge wäre also auch der Transport von Kfz möglich - gibt es hierzu Ansätze und Ideen ? (Ob dies sinnvoll ist, sei einmal dahingestellt)
- Es wurde der Transport von Gütern erwähnt. An welche Art von Güter wurde hier konkret gedacht ?
- Ein denkbarer Schritt vom Sammel- zum Individualverkehr wäre ein Schienensystem mit Weichen, um verschiedene Routen befahren zu können (siehe auch Frage 2). Gibt es hierzu im Konzept Wälderbahn oder im Allgemeinen weitergehende Ansätze ?
- Noch eine letzte Frage konkret zum Konzept der Wälderbahn in der vorgeschlagenen Ausführung: warum werden für die Abschnitte in der Stadt Monorails bzw. Hochschienen verwendet ? Der Transport könnte doch auch genauso gut als Seilbahn ausgeführt werden (Kurven werden dann eben ausgekuppelt durchfahren, kann man ja mit Ein- und Ausstiegsstellen kombinieren).

Antwort von Martin Strele

Danke für Ihre Kommentare und Fragen. Sie gehen bereits sehr ins Detail. Sie können sich gerne per Email an info@kairos.or.at wenden. 

Kommentar von Manfred Viermann |

Werden dann die Fahrpreise mit den bisherigen Tarifen mithalten können?

Antwort von Martin Strele

Heute schon über die Tarifgestaltung Aussagen machen zu können, ist leider noch zu früh. Das System muss jedenfalls innerhalb des öffentlichen Verkehrs bedient werden. Allerdings braucht es für die Nutzung für z.B. SchifahrerInnen ergänzende Bezahlsysteme, z.B. beim Aussteigen am höchsten Punkt. 

Kommentar von Kiefer |

Ist geplant das man sein Fahrrad in der Bahn mitnehmen kann?

Antwort von Martin Strele

Das sollte dann natürlich auch möglich sein.

Kommentar von Robin F. |

Ein interessantes Konzept, das bestimmt auch für andere Städte interessant sein könnte.
Eine Frage die mir in den Kopf gekommen ist:
Die Hochbahn kann Kurven fahren; kann sie auch Höhenunterschiede überwinden wie die klassische Seilbahn?
Vielen Dank für eine Antwort.

Antwort von Martin Strele

Guten Tag. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Die CCC (Hochbahn) ist nur für minimale Neigungen geeignet. Für das Überwinden von größeren Höhenunterschieden ist eben die Kombination mit der klassischen Seilbahn angedacht. Innerhalb von Stadtgebieten können kleinere Höhenunterschiede auch mit der Hochbahn überwunden werden. 

Kommentar von Peter Brock |

Das ist eine wahrhafte sehr gute Idee. Eine Kombi aus Schwebe und Seilbahn. Die würde meiner Stadt auch gut stehen da sie auf einmal 2 Dinge reduziert oder ganz aus dem Weg räumt. Den Autolärm und die Umweltverschmutzung. Hinzu bringt sie eine enorme Zeitersparnis. Also ich halte das Projekt auf jeden Fall für realisierbar. Vielleicht steht die Wälderbahn schon in 2-3 Jahren und trägt damit enorm dem Umweltschutz bei. Ebend typisch Doppelmayr, meinem beliebtesten Seilbahnenerbauer. Nicht zuletzt wegen der Gaislachkogelbahn in Sölden (Ötztal) sowie der neuen Giigijochbahn.

Kommentar von Markus Vonach |

Das Kozept begeistert mich! Das nenne ich eine visionäre Verkehrspolitik.
Viel Erfolg und Freude bei der Umsetzung - ich drücke euch die Daumen!

Beste Grüße nach Vorarlberg,
Markus

Kommentar von Gottfried Winkel, Bezau |

Den nachstehenden Leserbrief an die VN haben diese bis heute nicht veröffentlich. War er vielleicht nur zu kurz?

Leserbrief
Zum Kommentar von Gerold Riedmann (“Ohnebergs Berg”) vom 1.9.2016: Natürlich wäre es in erster Linie Aufgabe der Politik und weniger der Industriellenvereinigung, solche Visionen zu entwickeln, unter anderem eben zur Bewältigung der “Mobilitätslawine” im Bregenzerwald. Dass es eine neue Art einer “Wälderbahn” brauchen wird (es darf z.B. auch eine “normale” Eisenbahn sein), sieht doch jedermann nicht nur im Winter, sondern neuerdings auch im Sommer – und nicht nur an Wochenenden. Und dass diese Probleme nicht mehr mit neuen Straßen und dort im Stau steckenden Linienbussen gelöst werden können, dürfte auch klar sein. Also seien wir doch froh, dass sich die Wirtschaft um uns kümmert, wenn es die Politik schon nicht tut.

Gottfried Winkel
Sandriese 542, Bezau

Kommentar von Hopfner Gabi , Bregenz |

Ich begrüße sehr diese Vision. Bitte lasst es nicht bei einer Vision bleiben.Denkt an die Zukunft in Bezug auf Wirtschaft, Vorzeigemodell, Arbeitsplätze..... Lasst die Jungen Leute entscheiden, ihnen gehört die Zukunft. An die Politiker apellier ich, setzt euch ein und zögert nicht. Endlich mal eine Neuheit die auch den Gegnern dann nützt. Lasst euch nicht von den Unkenrufen der ewig gestrigen aber an allen Annehmlichkeiten mitgeniessenden die Durchsetzung vermiesen.
Super super... ich wurde mich sogar bereit erklären mitzuinvestieren, selbst wenn es Land Bund oder wer auch immer durchführt.q

Kommentar von anonym |

Ansich eine sehr gute Idee. Ich selbst pendle jeden Tag von Krumbach (Vorderwald) mit Bus und Bahn ins Rheintal. Allerdings würde es sich für mich und die meisten Pendler anderer Vorderbregenzerwälder Gemeinden (Krumbach, Langenegg, Lingenau, Hittisau, Sibratsgfäll) zeitlich nicht rentieren von Egg, das eigentlich das Zentrum des Bregenzerwaldes ist, nach Bersbuch zu fahren, um dort mit der Wälderbahn nach Dornbirn zu fahren. Für uns wäre es schneller mit Bussen der Linie 41 oder 40 über Achrain zu fahren.
Weiters mag es sein, dass es sich zu Stoßzeiten vorallem am Kreisverkehr Dornbirn Nord oft staut, jedoch fahren die Linien 41 und 40 über Achrain oder in Schwarzach in den Tunnel ein womit die Stauhotspots einfach umgangen werden.

Auch im Bereich Tourismus wird es meiner Meinung nach keine Verkehrserleichterung geben. Vorallem im Winter staut es sich oft von Bersbuch Richtung Hinterwald. Grund dafür sind oft Tagesgäste und Urlauber aus Deutschland und anderen Ländern, die mit dem Auto anreisen. Diese fahren sicher nicht nach Dornbirn und von dort aus mit der Seilbahn nach Bersbuch um mit den überfüllten Skibussen von dort aus 1 Stunde und 15 min. z.B. nach Warth zu fahren. Soviele Parkplätze gäbe es sowieso beim Bhf Dornbirn nicht. Für die Wintersportgäste die ans Bödele wollen ist es jedoch ein schneller Weg mitten ins Skigebiet. Die meisten wollen jedoch in größere Skigebiete wie Ski Arlberg oder Mellau- Damüls...
Da wie oben genannt die Skibusse oft überfüllt sind und aus eigener Erfahrung wirklich ewig brauchen um ins Skigebiet zu gelangen werden auch die meisten Rheintaler das Auto nutzen, da es einfach trotzdem schneller sein wird.
Alles in allem bin ich gegen den Bau dieses Projekts jetzt noch abgesehen von den enormen Geldsummen die verschlungen werden würden.

Kommentar von Wolfgang Pollak |

Auch in Wien gab es bereits Vorschläge zu Stadtseilbahnen. In diesem Beispiel in- und von der Seestadt Aspern, dem größten europäischen Stadtentwicklungsgebiet.

Von: Pollak Wolfgang
An: Stadtteilmanagement Seestadt Aspern
Betreff: WG: Innovative Verbindung im Ländle

Sehr geehrte Frau Mally,
ich bitte Sie auch die Vorstände der Seestadt Aspern, der 3420 zu informieren! Im März 2016 erhielt ich einen der Anerkennungspreise zu „Seestadt-nachhaltig mobil“ für meinen Vorschlag eine Seilbahn

1.) Innerhalb der Seestadt zu errichten um den Bewohnern die Wege zu den U-Bahnstationen und ihren Wohnungen zu erleichtern. ( Heute habe ich am frühen Nachmittag etliche Personen zwischen diesen Zielen im plötzlich einsetzenden, strömenden Regen eilen sehen und bemerkt, dass die Wege bei widrigen Umständen sich noch weiter anfühlen als bei guter Witterung.)
2.) Die Verbindung durch eine zusätzliche Seilbahnführung auch bis ans Zentrum von Wien zu lenken,
3.) Eine weitere Verbindung zum Flughafen Schwechat zu schaffen, verbunden mit der Idee, den Nationalpark Donauauen schonend von der Seestadt zugänglich zu machen.

Ich sende Ihnen die Links, die zeigen, dass meine Utopie schon in anderen Gebieten, z.B. in Vorarlberg, zu einem greifbaren Projekt gediehen ist..
http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2793844/
http://www.waelderbahn.at/
Mir ist klar, dass die damaligen Ideenfindungen mit einem zu realisierenden Aufwand von je € 5.000.- vorgesehen waren. Die Anregung zur Seilbahn übersteigt diesen Betrag deutlich. Ich schlage daher neuerlich Projektstudien zum Thema der innovativen Verkehrslösungen vor und würde mich dabei gerne beteiligen. Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Pollak

Kommentar von Werner Ruef |

Hallo,

viele schreiben von einer Wiederbelebung der historischen walderbahn. Die Trasse der Waelderbahn, auf welche auch ich oft mit wehmut schaue, war insbesondere im Achtal sehr wartungsaufwaendig und oft verlegt. dies war auch der Grund warum sie letztendlich eingestellt wurde. Ein Seilbahnsystem tut sich da schon leichter und waere sicher auch mit einem narurschutzgebiet zu vereinen. die schienen werden zwischen bersbuch und bregenz daher leider geschichte bleiben muessen, was nicht heisst, dass die Historie nicht auch irgendwie im Projekt beruecksichtigt werden sollte - wenn schon der name geliehen wird - wie ich immer wieder betonen werde muss eine waelderbahn nicht weiter als Bezau fuehren aber unbedingt auch den vorderwald einbeziehen.

Kommentar von Michael Stather |

Ich komm zwar nicht aus dem Bregenzerwald sondern aus dem Odenwald...
...aber ich würd empfehlen das Teil zu bauen :)

Kommentar von Ingrid |

also ehrlich gesagt finde ich ein bahn von bersbuch über schwarzenberg nach dornbirn nicht sehr sinnvoll. mehr menschen könnten die bahn über die alte wälderbahntrasse nutzen. da könnte man die andelsbucherInnen, eggerInnen, lingenauerInnen, alberschwenderInnen und umliegende auch noch mittransprotieren

Antwort von Martin Strele

Die ehemalige Trasse der Wälderbahn entlang der Bregenzerach mit einer Schmalspurbahn zu befahren, wäre ebenfalls eine Möglichkeit. Allerdings ist das Achtal inzwischen ein Natura 2000 Europaschutzgebiet und steht nicht mehr zur Verfügung. Ausserdem sind auch dort viele Orte bis Egg sehr weit von der Trasse entfernt. Leistungsfähige Hauptachsen des Öffentlichen Verkehrs müssen viele Menschen transportieren können und schnell und bequem sein. Sie werden aber immer Zubringer brauchen. In Bersbuch gibt es die Möglichkeit, neben Bussen auch das Fahrrad sehr viel stärker im Alltagsverkehr zu nutzen. Der Nachteil ist aber zugegeben, dass der Vorderwald nicht gut abgedeckt ist. 

Kommentar von Karin |

Werden auch stichhaltige Befragungen in der Bevölkerung I in den Unternehmen gemacht hinsichtlich der tatsächlichen Nutzung der Wälderbahn!?
Der theoretische Bedarf liegt ja vor, aber der praktische Umstieg steht auf einem anderen Blatt.

Die Idee muss - ohne mich bisher im Detail damit befasst zu haben - auf jeden Fall aufgegriffen und breit (aber nicht zu lange) diskutiert werden.
Jedoch zweifle ich einwenig ob wir wirklich den bequemen PKW verlassen und uns wie Großstädter fortbewegen wollen...

Kommentar von Günter M. |

Leider befindet sich die Idee eines City Cable Liner derzeit nur auf Papier???
Ähnlich der Schwebebahn Wuppertal könnte so das Montafon erschlossen werden, inklusive Bahnen nach Bartholomäberg oder Gargellen...

Kommentar von anonym |

an alle Parteien:
dranbleiben!!!!! nicht versickern lassen

Kommentar von Felix Krull |

Irgendwie erinnert mich das Ganze an die Seilbahnprojekte von Hamburg und Konstanz (beide wurden abgelehnt

Hier ein alternativ Vorschlag:
Die Straßen sollten ausgebaut werden und die Busse könnten in kürzeren Takten verkehren. (z.b auf einer separaten Busspur (wie in Bogotá)
Damit sollte das Problem kostengünstiger behoben sein.

Kommentar von Marco |

Sehr interessantes Projekt. Sinnvoll wäre sicher auch eine Verbindung zum Messepark.
Am besten gefallen würde mir ja, eine Kombination zwischen der Ringstraßenbahn Rheintal, der Wälderbahn und im Wald eine Weiterführung auf Schiene zu den Skigebieten. Die Trasse bis nach Bezau wäre ja sogar vorhanden. Pläne bis nach Schoppernau sind auch bereits vorhanden.

Kommentar von Josef Koller |

Eine höchst professionell, visionär und perfekt geplante Idee - die Musterbeispiel für viele andere Orte in Österreich sein könnte! Hoffentlich scheitert es nicht am Geld. Vorarlberg könnte hier wieder einmal Vorreiter sein!

Kommentar von Norbert Fink |

Bereits um 1910 wurde die Verlängerung der Bregenzerwaldbahn bis Schoppernau angedacht und an eine Verlängerung der damaligen Tramway EBDL Dornbirn-Bahnhof ins Gütle und dann ein Tunnel in den Bregenzerwald. Die EBDL lief von 1902 - 1938. Wenn man auf eine Landkarte schaut, dann staunt man, wie kurz dieser Weg gewesen wäre.
Damals gab es ja noch kaum Individualverkehr, es ging überhaupt um die Erschließung ganzer Regionen. Die beiden Projekte sind dem Weltkrieg zum Opfer gefallen. Die Idee selbst ist also nicht ganz neu. Dieses Projekt gefällt mir auf den ersten Blick sehr gut. Allerdings sind Seilbahnen für Personen mit Gepäck oder auch für Menschen mit Behinderungen nicht ganz optimal. Ich habe so eine Super-Bahn in Medellin / Kolumbien befahren, dort bilden sich durchaus zu Stoßzeiten längere Warteschlangen und sehr viel mitnehmen kann man nicht. Es ist also nicht zu erwarten, dass Bregenzerwälder im Messepark mit der Wälderbahn große Einkäufe tätigen werden. Ein kleiner Nachteil wäre auch, dass am Bahnhof Dornbirn die Parkplätze für Park and Ride verloren gehen, es sei denn, man baut darunter eine Tiefgarage. Gratulation zur Visualisierung. Der Weg entlang der Dornbirner Ache wäre ja landschaftlich sehr reizvoll.

Kommentar von Werner Ruef |

Danke f. die Ausfuehrungen zu meinem Kommentar v. 30sten. Um einem Waelder eine Waelderbahn nach Dornbirn zu verkaufen wird es ev. doch noch Zahlen bzw. weitere gepruefte Varianten brauchen. Schwarzach (meinetwegen Dornbirn Nord), Egg und Bezau als Verkehrsknoten zu verneinen, jedoch aber eine Station am Boedele vor zu sehen bedarf ebenfalls noch naeherer Erklaerung: dinawag lang taet i itz amal ned mit... (bitte dies positiv zu verstehen)

Kommentar von Dietmar Kerle |

... Bravo!! Höchst begrüßenswert. So ähnliche Ideen habe ich auch schon "gedankengesponnen", natürlich nicht in der professionellen Detailplanung, sondern eben nur "Wälderbähnle 2030".

Kommentar von timo |

Super Idee! Gleich bis Mellau verlängern! Da soll sich das Land mit Steuergeld beteiligen, meinen Segen hätten sie! Wenn Doppelmayr dann solche Anlagen baut (was hoffentlich der Fall wäre) könnte sich das Land ja wiederum beteiligen und so einen Teil vom Steuergeld wieder hereinholen! Man muß solche innovativen Firmen fördern, mit einer Möglichkeit das Geld zumindest teilweise zurückzuholen

Kommentar von A.n.o.n.y.m |

An Daniel Braun 30. August 2016 und Kritikern

In Lateinamerika gibt es schon lange Seinethalben im öffentlichen Nahverkehr die sehr erfolgreich sind, Schiene ist nicht immer die beste Lösung, wie gerade dieses Projekt zeigt.

Von er Kapazität liegen Seilbahnen zwischen U-Bahn und Straßenbahn, von den Errichtungskosten bei etwa 2/3 von Straßenbahnen, von den Betriebskosten liegt es vor vor Straßenbahnen, S-Bahn, Bus und U-Bahn, von der Geschwindigkeit zwischen Straßenahn (15 km/h) und U-Bahn. 30 km/h)

Hauptvorteil liegt, in der Überwindung von Hindernissen, Lawinen, Steinschlag, Hochwasser, Murren, kann dem System kaum etwas handhaben, einzig Wind kann dem in die Knie zwingen, hier ist mit 3 bis 5 Tagen Betriebssperre jährlich zu rechnen. Ansonsten sind Seilbahnen 24/7 tauglich, sehr wesentlich die Verfügbarkeit um vollständig auf das Auto verzichten zu können.

Bleibt noch ein Argument für alternativen zu Bus, die Haltbarkeit, ein Bus ist nach 5 Betriebsjahren schlicht Schrott, Straßenbahnen halten 100 und mehr Jahre, die Gondeln sollten zumindest 25 bis 50 Jahre halten, ein nicht unwesentlicher Faktor bei den Gesamtkosten, dazu kommt noch der Wartungsaufwand, der sich bei Seilbahnen naturgemäß eher auf die Förderalge verlagert als auf die Gondeln selbst.

Bus sollte immer nur die letzte Wahl sein, sie haben einigen Nachteile, die Gestaltung der Fahrgastzellen richtet sich nach der Technik, kann kau den örtliche Bedürfnissen angepasst werden, sind Platz-optimiert, je vollgestopfter um so besser, der Wartungsaufwand ist sehr hoch und die Lebenszeit wie gesagt sehr gering, dazu kommt noch der psychologische Effekt, Menschen in bester Position haben kein Probleme Straßenbahn und Bahn zu benützen, ist irgendwie ein Bus im Spiel, wird sofort das Auto vorgezogen. Wien hatte mal den Slogan, Busfahren ist wie ein Pilates Training, das erzählt man mal Menschen mit besonderen Bedürfnissen, was die davon halten, grmpfff....

Nachteil, es sind keine Verzweigungen möglich, eben sowenig Betriebsgleise (sind in Wien bei Straßenbahnen auch kaum mehr vorzufinden, auf Grund der hohen Betriebssicherheit),.

Ganz generell sind Seilbahnen ein Lösung um Täler zu erschließen, ideal, als alternative zu Überlandstraßenbahnen,, die wiederum Sinn machen um alte Nebenbahnen zu reaktivieren und ein Vollbahn nicht gerechtfertigt ist.

Kritik gibt es an der langen Umsetzungszeit, Seilbahnen haben sich 100 fach bewährt, mit Lateinamerika gibt es auch genügend Erfahrungen, ein Betriebsbewilligung sollte reine Formsache sein, bleibt noch der Umweltschutz und Landschaftsschutz, da denke ich das ein beschleunigtes verfahren im Sinne des öffentlichen Interesses sein muß, das es schnell geht. Die Fortsetzung als Stelzenbahn, auch hier gibt es mit der Wuppertaler Bahn und anderen Systemen genügend Erfahrung.

Was die Finanzierung betrifft, das System sollte im Verbund, fahren, und der ähnlich wie die Wien 365 Euro Jahreskarte sein, bezahlt wird ja nicht mehr für die Bewältigung um von A nach B zu kommen, sondern für die Bereitstellung einer Dienstleistung, die will bezahlt sein, dem System selbst ist es egal ob es vollgestopft ist wie ein Konservendose oder gerade mal ein Person drinnen sitzt.

Argument, "Ich hab ein Auto mit meinem Steuergeld sicher nicht", sorry, weniger Autos bedeuten freie Straßen, und mehr Parkplätze, somit profitiert man selbst als Autofahrer davon, Errichtungskosten ist Landessache und gleichwertig dem von Straßen,, für deren Errichtung und Erhaltung auch der Staat aufkommt.

Und ein öffentlicher Nahverkehr kann niemals nur nach den Gesichtspunkten von Rentabilität, Wirtschaftlichkeit und Auslastung betreiben werden,

Bei Straßenahnen wird immer das Argument der Auslastung angefügt, tatsächlich ist die einzige Kenngröße die Intervalldichte, wenn alle 10 min ein Bus darüber fährt sind die Straßen verdammt schnell kaputt, das ist der Zeitpunkt wo man sich überlegen sollte sich auf die Suche nach sinnvollen Alternativen zu begehen, die Straßen werden genau so kaputt , ob in dem Bus ein Person sitzt, oder der vollgestopft wie eine Konservendose ist.

Bleibt nur eins zu hoffen, das man hier nicht den Irrweg wie in Wien, Bus und den ÖBB fortsetzt, mit überfüllten Fahrzeugen, und daher auch der verwendete Begriff rollende Konservendose, Menschen sind keine Objekte sondern haben Bedürfnisse, man will sich wohl fühlen, und aus der Zeit von Trans-Europa-Express hat die Bahn gezeigt, es ginge auch ganz anders, wenn man nur wollte.

Persönlich hätte ich mir eigentlich erwartet das man ein derartiges Projekt anderswo umsetzt in Tälern, und eher überraschend das man sich für diese Linienführung entschied.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Stelzenbahn, also optisch ist das ein Katastrophe, da sollte man noch mal die Designer darüber lassen, das das besser ins Landschaftsbild passt, das ändert aber nichts daran, das diese Projekt sinnvoll und umsetzbar ist.

Kommentar von Stefan |

Das Projekt ist wirklich innovativ und interessant, das zeigt vor allem auch die Visulisierung. Ich zweifle allerdings daran, ob die Bahn langfristig rentabel betrieben werden kann. In erster Linie geht es doch darum, so schnell wie möglich von A nach B zu kommen. Die Bahn bringt bei Normalverkehr eigentlich keine Reisezeiteinsparung mit sich. Ich denke, dass langfristig nur eine Tunnel-Lösung (Schiene oder Straße) rentabel. Nur durch eine Tunnel-Lösung wird eine wirkliche Entlastung erzielt. Ich befürchte, dass die Bahn keine Verlagerung des IV auf den ÖV (Reduzierung PKW) bewirkt, sondern nur eine Umstrukturierung/Verlagerung des derzeitigen ÖV. Die Belastung durch den IV wird, meiner Meinung nach bleiben, da zu wenige Anreize bestehen die Bahn zu nutzen.

Antwort von Martin Strele

vielen Dank. Genau diese Fragen gilt es über eine Simulation der Verkehrsverlagerung zu berechnen.

Kommentar von Gächter Werner |

Interessante Studie, Gratuliere! Das Projekt könnte aus meiner Sicht auch eine wesentliche Entlastung für Dornbirn sein. Nicht nur für den Bregenzerwald. Wie sieht es mit der Autobahnanbindung aus? Das könnte noch eine durchaus interessante Ergänzung des Projekts darstellen.

Antwort von Martin Strele

Danke für die Ergänzung. Wir haben einige Anfragen zur Verbindung Richtung Messepark erhalten. Auf jeden Fall soll das Projekt helfen, den öffentlichen Verkehr leistungsfähiger zu machen. Potential gibt es wohl in alle Richtungen. 

Kommentar von Christian |

In Servaus hatte seinerzeit auch nicht jeder an den Erfolg geglaubt.
Daher sollte dieses Vorzeigeprojekt baldigst realität werden, ohne wenn und aber!!!

Kommentar von Dr.Hafner |

Ist Ihr Projekt "umweltgerecht"?

Antwort von Martin Strele

das muss es jedenfalls werden. Sonst sollten wir es nicht umsetzen. Und dabei zu berücksichtigen ist das gesamte Verkehrssystem und die möglichen Verlagerungen vom PKW auf den öffentlichen Verkehr, der Energieaufwand zum Betrieb, die Ressourcenaufwände für den Bau und die gesamte Lebenszeit und die Eingriffe in Landschaft, Lebensraum und Ökosystem. Das Ergebnis aller dieser Prüfungen wird frühestens nach einer Machbarkeitsstudie oder einem Vorprojekt vorliegen. Derzeit sind wir hier noch in der Ideen- und Konzeptphase. 

Kommentar von Julian |

Wie lange dauert die Planung?
Wie lange die Genehmigung?
Grundstücke?
Fertigstellung?

Antwort von Martin Strele

Guten Tag. Auch hier können wir noch lange keine genauen Antworten geben. Die Planung bis zu einer möglichen ersten Errichtung eines CCC wird noch ca. 2 Jahre dauern. Wie lange ein Behördenverfahren dauert, ist noch nicht absehbar. Grundstücke sind ca. 340 betroffen, hier braucht es Einverständnis von allen EigentümerInnen. Wir sehen eine optimistische, ehestmögliche Fertigstellung um 2022/23. Aber das ist derzeit noch eine sehr grobe Schätzung. 

Kommentar von Georg Kessler |

Bin von der Vision und Umsetzungs-Idee von der ersten Sekunde weg sehr begeistert. Die Optimallösung für Pendler muss natürlich ganz explizit diskutiert werden, da wäre ich auch noch etwas skeptisch, ob das angenommen wird und als Argument nicht zu stark gewichtet wird. Aus touristischen Gründen ist das Projekt mit der Wahnsinns-Aussicht auf Bodensee, Rheintal und Bregenzerwald sehr zu begrüßen, dann wenn die Gäste auch wirklich mit der Bahn von Lindau oder St. Gallen (da ist mit der Verbindung Lustenau-Dornbirn auch noch etwas zu tun) kommen. Im Winter wäre dann ein ständiger Shuttledienst ab Bersbuch in die Skigebiete Mellau, Diedamskopf und Schröcken/Warth eine ganz logische Folge. Im Skiticket müßte die Anreise dann bereits inkludiert sein, um den Anreiz der Anreise zu wecken und zu steigern. Gleichzeitig müßten die Parkplätze bei den Bergbahnen deutlich verkleinert werden.